Zoomposium mit Prof. Dr. Thomas Fuchs "Das verkörperte Bewusstsein"

Zoomposium mit Prof. Dr. Thomas Fuchs „Das verkörperte Bewusstsein“

Zoomposium mit Prof. Dr. Thomas Fuchs: „Das verkörperte Bewusstsein“

Es ist uns eine große Ehre und Freude, dass wir den sehr bekannten und international renommierten deutschen Psychiater und Philosophen Prof. Dr. Thomas Fuchs für ein Zoomposium-Interview gewinnen konnten. Herr Prof. Fuchs ist Leiter der Sektion „Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie“ der Klinik für Allgemeine Psychiatrie am Universitätsklinikum Heidelberg, Forschungsstellenleiter der Karl Jaspers-Gesamtausgabe der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Anthropologie, Psychiatrie und Psychotherapie (DGAP).

Ein besonderer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Verhältnisses zwischen Phänomenologie und kognitiven Neurowissenschaften, besonders im Hinblick auf Theorien der Verkörperung (Embodiment) und des Enaktivismus. Im Zusammenhang zu dieser Thematik wird Herr Prof. Fuchs häufig zu Kongressen und Seminaren der Psychopathologie und Psychotherapie eingeladen, um zu seinem vorgeschlagenen Paradigmenwechsel als Kritik am zur Zeit herrschendenNeurokonstruktivimsus“ hin zu einer „Verkörperung des Bewusstseins“ Vorträge und Fortbildungen zu halten.

Da mich diese Aspekte auch schon länger beschäftigen und die Literatur von Herrn Prof. Fuchs, wie zum Beispiel sein neu erschienenes Buch „Verteidigung des Menschen – Grundfragen einer verkörperten Anthropologie“ (2020)  in meinen Essays verwendet hatte, habe ich mich besonders gefreut, dass er sich bereit erklärt hat meinem Kollegen Axel Stöcker vom „Blog der großen Fragen“ und mir in diesem Interview unsere Fragen zu beantworten.

Interviewfragen zu „Das verkörperte Bewusstsein“:

1. Herr Prof. Fuchs könnten Sie uns als ausgewiesener und sehr bekannter Fachmann auf dem Gebiet des „Verkörperungs-Paradigma‟ in den neueren Kognitionswissenschaften erläutern, inwiefern Ihr „Körper‟ oder besser gesagt Ihr „Leib‟ an der Entscheidung beteiligt war unsere Einladung zu diesem Interview anzunehmen?

2. In Ihrem Buch „Das Gehirn – ein Beziehungsorgan‟ (2008) gehen Sie von einem neuen Paradigma des „verkörperten Bewusstseins aus.

3. In Ihrem Buch „Verteidigung des Menschen – Grundfragen einer verkörperten Anthropologie‟ (2020) gehen Sie auf die Fortschritte der künstlichen Intelligenz, der Digitalisierung der Lebenswelt und der Reduzierung des Geistes auf neuronale Prozesse als ein Produkt aus Daten und Algorithmen ein.

  • Können Sie sich vorstellen, dass auch Maschinen in näherer Zukunft ein Bewusstsein entwickeln könnten?

4. Yuval Harari stellt in seinem Buch „Homo Deus‟ (2016) die These auf, dass künstliche, aber unbewusste Intelligenz uns bald besser kennen wird, als wir selbst (Stichwort: Big Data) und stellt in diesem Zusammenhang die Frage, was wertvoller ist – Intelligenz oder Bewusstsein.

    • Wie stehen Sie zu dieser Frage?
    • Welche möglichen Veränderungen könnte dies für zukünftige Gesellschaftsformen aus Ihrer Sicht nach sich ziehen oder gibt es hierzu Alternativen?

Das Interview ist auf unserem Youtube-Kanal „Zoomposium“

und den Wissenschaftsblogs der Moderatoren „Der Blog der großen Fragen“ und „philosophies.de“ zu finden.

© Axel Stöcker (Der Blog der großen Fragen), Dirk Boucsein (philosophies.de)

Ich bin immer mit meiner „Diogenes-Lampe“ unterwegs, um Menschen zu finden, die sich auch nach ein wenig „Licht der Erkenntnis“ sehnen. Also wenn Ihr eigene Beiträge oder Posts für meinen Wissenschaft-/Philosophie-Blog habt, immer her damit. Sie werden mit Eurem Namen als Autor auf meiner Seite veröffentlicht, so lange sie den oben genannten Kriterien entsprechen. Denn nur geteiltes Wissen ist vermehrtes Wissen.

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