Problem der Willensfreiheit

Gastbeitrag von Dipl. Ing. Jürgen Uphoff: „Freiheit wird uns nicht geschenkt… Zum Problem der Willensfreiheit“

Gastbeitrag von Dipl. Ing. Jürgen Uphoff: „Freiheit wird uns nicht geschenkt… Zum Problem der Willensfreiheit“

Ich freue mich über einen weiteren Gastbeitrag meines geschätzten Mitstreiters Jürgen für die Konzepte einer Naturphilosophie. Ein weiterer Grund zur Freude liegt darin begründet, dass mein älterer Artikel „Free Willy – Ruf der Freiheit für den freien Willen“ ihn zu seinem Essay inspiriert hat. Das nenne ich doch mal ein gelungenes „joint venture“ ;-). Ich möchte daher an dieser Stelle auch gar nicht so viel „Senf aus meiner Tube drücken“, da ich ja dies bereits in meinem eigenen Text gemacht habe. Aus diesem Grunde wollte ich mich kurz halten und nur löblich erwähnen, dass Jürgens Paper den Begriff der „Freiheit“ einmal historisch und sozialkritisch zu beleuchten versucht und nicht nur auf die Sichtweise der kognitiven Neurowissenschaften reduziert. Alles weitere soll aber Jürgen erstmal erklären:

Freiheit wird uns nicht geschenkt …Zum Problem der Willensfreiheit, inspiriert von: „Free Willy – Ruf der Freiheit für den freien Willen“

Einleitung

Es erschien – ich weiß nicht mehr genau wann, so in den 90-ern – in der Frankfurter Rundschau ein Gespräch zwischen dem Neurophysiologen Wolf Singer und dem Philosophen Julian Nida-Rümelin (der vollständige Inhalt kann beigebracht werden)

Der Unterschied in der Auffassung, was eine „freie Entscheidung“ ist, tut sich wie folgt kund:

JNR: „Gründe (für freie Entscheidungen, JU) sind nichts Mentales, aber das Abwägen von Gründen ist ein mentaler Vorgang, er realisiert sich in neuronaler Aktivität.“

WS: „Nein, (umgekehrt! JU) neuronale Prozesse führen zu mentalen Vorgängen.“

Daraus kann man ableiten: der Naturwissenschaftler Singer sieht mentale Prozesse, „das Geistige“, als vom materiellen Gehirn kausal induziert und outet sich als materialistischer Determinist; Freiheit ist mithin eine -durchaus nützliche- Illusion und mentale Entitäten, wie Verantwortung, Moral, Schuld und Freiheit sieht er als sinnvolle regulative Determinanten, die das soziale Miteinander regeln, während der „Humanist“ Nida-Rümelin den Kern unserer Lebenswelt darin sieht, dass wir „verantwortlich sind für unsere Handlungen, dass wir deshalb auch begründen müssen, warum wir etwas getan haben und das Ganze uns nur sinnvoll erscheint, wenn Personen nicht von vorneherein determiniert sind, das eine zu tun oder das andere zu lassen.“ Genau das wäre Freiheit.

Ich sehe die Logik nicht, aus der (ungeprüften & -begründeten) Behauptung der Vollverantwortlichkeit eine (unrealistische) Begründungspflicht abzuleiten, es sieht mir eher nach einer normativen Setzung aus.

Während Singer aber sachlich-stringente Argumente auch unter Hinweis auf experimentelle Resultate unterstreicht, geht Nida-Rümelin kaum darauf ein! Es ist deutlich wahrzunehmen, dass es ihm nicht um eine sachliche Erörterung geht, sondern um eine Art innerer Abwehr, um die Aufrechterhaltung seines Staus quo: er wendet fiese kommunikative Techniken als Störmanöver an, wie „In’s Wort fallen“, zynische Bemerkungen und sarkastische Antworten. Seine provozierenden Fragen versucht Singer mit Begriffen der nichtlinearen Physik komplexer Systeme sachlich zu beantworten, aber man hat den Eindruck, Nida-Rümelin will es gar nicht wissen! Jedenfalls habe ich den Eindruck.

Meines Erachtens scheitern die meistens Diskussionen daran, dass nicht klar ist, was unter Freiheit zu verstehen ist. Da aber ständig von deterministischer Natur und indeterministischer Entscheidung (-sfreiheit) die Rede ist, scheint dieser Dualismus repräsentativ für das Problem zu sein.

Ein „naturwissenschaftliches“ Argument der Freiheits-Apologeten rekurriert auf den Indeterminismus der Quantenmechanik, die hiermit arg überstrapaziert wird, wie ich meine, denn 1. ist der Indeterminismus je nach Interpretation garnicht vorhanden und 2. kontraproduktiv, denn wesentlich für Willensentscheidungen & Handlungen ist, dass diese verlässlich in den Kausalnexus ihrer Umgebung eingegliedert sind. Der Determinismus macht es überhaupt erst möglich, dass der Zusammenhang zwischen dem Ereignis der Willensentscheidung, der Willensentscheidung selbst und deren sichtbarer Wirkung in der Realität nicht mit einer breiten probabilistischen Streuung behaftet ist, die uns die Rückverfolgbarkeit und den Urheber nicht mehr erkennen ließe …

Der phylogenetische Aspekt

Ich denke, wenn Freiheit eine conditio humana, eine menschliche Eigenschaft sein soll, die ihn definitiv vom Tier unterscheidet, muss diese Differenz im Laufe der Evolution klar in Erscheinung treten und an etwas Konkretem festzumachen sein; ein Blick in die Historie lehrt uns, dass man die Menschen durch das Bewusstsein, durch die Religion, durch was man sonst will, von den Tieren unterscheiden kann. Sie selbst fangen an, sich von den Tieren zu unterscheiden, sobald sie anfangen, ihre Reproduktion bewusst zu organisieren und zu optimieren. Das scheint mir der geeignete Ansatz zu sein. Wie kam es dazu?

Durch einen Klimaumschwung verwandelte sich vor einigen Millionen Jahren in Ostafrika die Waldlandschaft in eine Savanne und auf den Bäumen wurde es eng – jedenfalls für die Affen. Als einer von ihnen für immer vom Baum sprang und die Hände frei wurden, schlug die Stunde des Sapiens: er beginnt Stück für Stück sich aus der tierischen Zwangsjacke seines Zwischenhirns und damit aus der Kompromisslosigkeit seiner biologischen Verhaltensprogramme herauszuarbeiten: denn das, was die nun freien Hände taten, hatte Einfluss auf sein Gehirn, das immer schneller wuchs und was das Gehirn immer mehr lernte, wirkte zurück auf die Geschicklichkeit seiner Hände und damit auf seine Reproduktionstätigkeit, denn sie war noch immer der bestimmende aber nicht mehr invariante Lebensinhalt.

z.B. konnte man durch Herstellung von Steinsplittern tierische Körper nun so zerschneiden, dass man an die hochwertigen Proteine herankam, was das qualitative Hirnwachstum förderte.

Diese Tätigkeiten und Arbeiten wurden differenzierter und komplexer:

  • Werkzeugentwicklung: erst aus Stein, dann Holz, Metalle, später Kunststoffe;
  • Ackerbewirtschaftung: zB. künstliche Bewässerung, optimalere Geräte;
  • Arbeitsteilung: zunächst urwüchsig, dann nach erworbenen, später gezielt ausgebildeten Fertigkeiten (⟶ Bildung);
  • Raschere Bevölkerungszunahme: Organisiert in Stämmen, Dörfern, später in Städten (⟶ Zivilisation) und Staaten; ⟶ lobale Ausbreitung
  • Organisation: Jagen & Sammeln nach Absprache (⟶ Kommunikation), dann ⟶Sesshaftigkeit im Neolithikum, Ausbildung von ⟶ Herrschaftsverhältnissen aufgrund privater Reproduktionsmittel, Produktion von Überschüssen ⟶Handel.

Die Folgen dieser Entwicklung sind eine prinzipiell wachsende Unabhängigkeit

  • vom Wetter und Klima
  • vom natürlichen Tierbestand
  • von Bodenverhältnissen
  • vom erforderlichen Zeitaufwand für die Reproduktion
  • von der erforderlichen Körperkraft für die Reproduktion

sowie wachsendes knowhow, umfangreiche Bildung und damit mehr Möglichkeiten für bestimmte Probleme Lösungen zu finden und Entscheidungen treffen zu können. Der Mensch findet mehr Zeit & Möglichkeiten für individuelle Entwicklung und Bedürfnisbefriedigung.

War die Reproduktion im Paläolithikum ein full time job, kommen wir heute, 600.000 Jahre später, mit 8-10 Std. aus. Der Rest ist „freie Zeit“ in der wir nicht genötigt werden, zu arbeiten und über die wir selbst frei verfügen können!

Wie dieser Kurzbiographie unschwer zu entnehmen ist, hat sich im Laufe der humanoiden Stammesgeschichte durch die nicht mehr invariante, sondern fortschreitende Reproduktion eine Lebensgestaltung entwickelt, die parallel einherging mit der Entwicklung dessen, was man durchaus „Freiheiten“ nennen könnte.

Ein wesentlicher nicht zu vernachlässigender Grund dafür ist ganz sicher auch die Akkumulation, Organisation & Dokumentation von Wissensbeständen & Erkenntnissen.

Aber für diese Freiheiten bezahlen wir einen hohen Preis!

Der Gewinn der Freiheit geht einher mit dem Verlust an Sicherheit. Die tierische Existenz ist gekennzeichnet durch ein dynamisches ökologisch-demographisches Gleichgewicht, gewissermaßen ein sich immer wieder einspurendes Regelkreissystem vom Tier & Natur (zB. die Verhulst-Gleichung des Räuber-Beute-Systems). Sie wird gesteuert und geregelt von den evolutiven und biologischen Gesetzen.

Das ist beim Menschen nun anders: durch seine Aufrechthaltung und spezifische vor allem cerebral-manuelle Organisation (Hand-Hirn-Regelkreis) entstehen Bewusstsein und Vernunft; dadurch tritt der Mensch zu einem großen Teil aus der Natur heraus. Er ist zwar noch Teil von ihr und ihren physikalischen Gesetzen unterworfen, die er nicht verändern kann, aber dennoch transzendiert er die übrige Natur. Das ist eine extrem ambivalente Situation: unser Bewusstsein mit seiner Vernunft ist also Segen & Fluch zugleich; das bleibt nicht ohne Folgen.

Aus dieser ambivalenten Situation des Menschen erwachsen Spannungen, die die spezifisch menschlichen Bedürfnisse erzeugen und die er auf die eine oder andere Weise lösen d.h. befriedigen muss; und je nach genetischem und soziologischem Kontext bietet sich ihm immer eine von Extremen begrenztes Spektrum von Lösungsalternativen. Seine intensiven Leidenschaften und Bedürfnisse sind nicht nur die in seinem Körper wurzelnden, sondern die, die in der Widersprüchlichkeit seiner Existenz wurzeln (E. Fromm).

Beispiel: Weil der Mensch sich von vielen rätselhaften Phänomenen umgeben findet, die er nicht erklären und als bedrohlich wahrnimmt, ist eins dieser Bedürfnisse die Suche nach Sicherheit. Die Lösungen bewegen sich zwischen den Polen einer artgerecht-vernünftigen Entscheidung wie Achtsamkeit, Kampfsport, Information, sozialer Background, … und einem destruktiv-irrationalen Weg wie Paranoia, soziales Klammern, Sekten, etc..

Analog das soziale Bedürfnis nach Bedeutung, Respekt und Beachtung:

artgerecht-vernünftige Entscheidung: soziales Engagement, Wissenschaft, Projekte, Lebensaufgaben, … ;

destruktiv-irrationaler Weg: Hooliganismus, „öffentliche Hinrichtungen“ an Schulen, Neonazis, … .

Analog das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung:

artgerecht-vernünftige Entscheidung: Kunst, Kreativität, schöpferische Phantasien, … ;

destruktiv-irrationaler Weg: Helfersyndrom, Macht, obszöne Graffiti, … .

Die angeführten Lösungen „artgerecht… – destruktiv…“ bilden die Extremal-Lösungen innerhalb der sich das gesamte unendliche Verhaltensspektrum des Menschen offenbart.

Aber diese extreme Variabilität in den eröffneten Verhaltensmöglichkeiten motiviert auch zugleich …:

Die Ambivalenz des Menschen

Wir sind aufgrund unseres zur Transzendenz fähigen Geistes im Gebrauch dessen nicht mehr streng den deterministischen Regelkreisen unterworfen (man achte auf die Feinheiten: nicht der gesamte Mensch, sondern nur der aktive geistige Teil in seiner Tätigkeit ist nomologisch unabhängig!). Irgendwann in der Entwicklung kam es zu der Situation, in der der Affe die Erfahrung machte, dass es lebensgefährlich sein kann, wenn er sich nicht entschließt, genau jetzt etwas zu tun: eine Entscheidung zu treffen! Diese Situation der „neuen Handlungsunfähigkeit“ des Zwischenhirns ist ähnlich einem Führungs-Vakuum, wenn die Handlungsanweisungen bzw. -automatismen, also die Führung, fehlen. Der Lebensinhalt und das -umfeld ändern sich ständig, seit er vom Baum sprang und immer häufiger sind es Situationen, dür die das Zwischenhirn keine Verhaltensprogramme hat: wir stehen auf dem Schlauch und stellen konsterniert fest, dass das Leben ein Problem geworden ist, eine Aufgabe, die wir zu lösen gezwungen sind und das uns permanent in den Spannungszustand eines Entscheidungsdruckes zwingt. Wir müssen unser Leben selbst in die Hand nehmen und wir müssen mit einem Widerspruch fertigwerden, den die planetarischen Mitbewohner in der Form nicht kennen: unser Kortex beschert uns durch Analogieschluss die Erkenntnis, dass wir mit Sicherheit irgendwann den finalen Atemzug tun werden, unser Limbisches System im Zwischenhirn, wo der Überlebenstrieb verortet ist, bekommt die Schnappatmung und weigert sich, diese Realität zu akzeptieren und verdrängt sie! Immer dann, wenn wir mit dem Tod konfrontiert werden, schlägt dieser Widerspruch gnadenlos & traumatisch zu!

(Was zB. extrem bei Einsatzkräften der Feuerwehren, Polizeien und des Militärs der Fall ist. Nutzen diese Einsatzkräfte nicht das Angebot der Psychosozialen Unterstützung ihrer Dienststellen, sind sie idR. ab 45/50 nur noch für den „Innendienst verwendbar“.)

Viele „Freiheits-Philosophen“, die von der hehren Überlegenheit des Geistigen über die ach so bornierte Materie schwadronieren, vergessen – oder verdrängen nur zu gerne unser tierisches Erbe. Freud, Pawlow, Watson & Co. lassen grüßen: Freuds ES ist nichts anderes als das Tier in uns, nur daran interessiert, sich als Individuum und als Gattung zu reproduzieren; wir sabbern genauso wie Pawlows Hunde, wenn es was zu Fressen gibt, nur benutzen wir eine Serviette; und wir koppeln Reiz und Gefühlsreaktionen zu Phobien, wie Rabenvater Watson uns zeigt, wenn er seinem kleinen Sohnemann absichtlich eine Angst-Phobie antrainiert. Bei jeder Massenpanik sehen wir mit erschreckender Deutlichkeit, wie weit es mit dem „höchsten Gut“, der menschlichen Ethik & Moral, die uns angeblich so hoch über alle Mitgeschöpfe dieses Planeten erhebt, bestellt ist. Und nur wir töten aus reiner Lust am Töten! Auf welchen moralischen Glasboden stellt uns das denn?

Wir wissen: wir sind nicht perfekt – wären es aber gerne! Deshalb erschaffen wir göttliche Wesen, auf die wir bewusst oder unbewusst projizieren, was wir gerne wären & hätten! Wir brauchen die geistig-psychische Projektion der „unsterblichen Seele“, die die Gnadenlosigkeit des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik kompensieren soll, weil wir keinen Respekt, sondern Angst vor unserem materiellen vergänglichen Körper haben, der uns trotz Kommunikationsfähigkeit einschließt, isoliert und einsam macht. Die unglaublich faszinierenden materiellen Schönheiten und komplexen Prozesse des Kosmos, die uns Demokrit, Newton, Planck und Einstein uva. vor Augen geführt haben, reichen uns nicht – wir Kohlenstoff-Einheiten brauchen die Projektion des Transzendenten, weil wir uns etwas vorstellen können, ohne uns Etwas vor zu stellen..

In den Mythen der Menschen, vom Gilgameŝ-Epos der Sumerer über die Jagd-Rituale der Hottentotten bis zum römischen militärischen Eilgerichtsverfahren der standrechtlichen Kreuzigung „Ibis ad crucem!“ („Du gehst ans Kreuz!“) eines renitenten Galiläers (dessen Kreuzestod so interpretiert wird, dass er für die Sündhaftigkeit der gesamten Menschheit am Kreuz büßt (Sündenbockprinzip). Zum einen war das eine gewöhnliche präventiv-politische demonstrative Maßnahme der Besatzungsmacht, zum anderen der Startschuss einer mythischen Verklärung zu der Religion des Christentums.

Aus dieser Situationspeist sich das Bedürfnis nach zB. Spiritualität, die nicht nur ein Erklärungsmuster für unverstandene Phänomene der Natur sucht, sondern auch mit Schuld & Sühne zu tun hat.

Warum sind wir uns unserer Freiheit so sicher?

Der freie Wille wird von uns als Realität erlebt, und wir handeln und urteilen so, als gäbe es ihn. Der freie Wille, oder besser, die Erfahrung, einen solchen zu haben, ist somit schon etwas sehr Reales und nicht ohne Konsequenzen. Insofern, als sich die Mehrheit der Menschen zu dieser Erfahrung bekennt, ist sie keine Illusion wie etwa eine Halluzination. Aber aus Sicht der Naturwissenschaft ergibt sich die mit der Selbstwahrnehmung unvereinbare Schlussfolgerung, dass der „Wille“ nicht ohne materielle Ursache sein kann. Dieser Vorgang lässt sich in der Kindesentwicklung wunderbar nachvollziehen: Am Anfang trennen die Kleinen nicht zwischen sich und draußen. Für sie ist der Wille der Mutter ihr eigenes Anliegen. Sie empfinden sich nicht als Individuum und schon gar nicht als eines, das frei entscheiden kann. Doch das Baby ist eingebettet in ein soziales Umfeld, in dem es immer wieder hört: „Tu das nicht, sonst mache ich das.“ oder: „was möchtest du denn?“ „Was hältst du davon?“ Daraus lernt das Kind, es habe die Freiheit, Entscheidungen treffen zu können. Dieser ganze Lernvorgang vollzieht sich während der ersten 3-4 Lebensjahre. Weil sich in dieser Zeit noch kein episodisches Gedächtnis entwickelt hat, erinnern wir uns nicht mehr, wie wir zu der Annahme gekommen sind, wir seien frei (so Wolf Singer).

Was uns so früh über längere Zeit geprägt hat, ist natürlich äußerst schwer abzulegen. Es ist ein Teil unserer Identität! Und jetzt wird auch verständlich, warum Rümelin den Anti-Freiheitsgedanken mehr emotional als sachlich ablehnt und abwertet.

Ich stimme W. Singer insofern zu, als es Freiheit, verstanden als ursachlose Entscheidung oder Willensbildung nicht geben kann. Warum sollte die Kausalität gerade im Neocortex des H. Sapiens eine Pause machen? Wodurch sollte das Entstehen von Freiheit an welcher Stelle in der Evolution des Affe-Mensch-Übergangfeldes bewerkstelligt worden sein? – stimme aber der zugrundeliegenden begrifflichen Bedeutung von Freiheit nicht zu: „ursachlose Freiheit“ ist keine klare Definition, sondern eher Ausdruck einer emotionalen Erfahrung.

Im Übrigen liegt die Beweislast bei dem, der behauptet, dass etwas sei (nämlich die Freiheit) und bei Rümelin ist außer platten Sprüchen und dem schwachen Sinnargument nichts zu lesen.

Der ontogenetische Aspekt

Was sich phylogenetisch hinsichtlich der Gattung Mensch ereignet hat, wiederholt sich ontogenetisch bei jedem Individuum. Auch dieses sozialisiert sich aus einer Unmündigkeit in ein Reich relativer Freiheiten – jedenfalls der Möglichkeit nach! Ich denke, dass die Seelenarchitektur des alten Freud hier noch gute Dienste tut:

In unserer psychischen Struktur gibt es den phylogenetischen vegetativen Anteil, begriffspsychologisch repräsentiert durch das „Es“, der im Wesentlichen die angeborenen Triebe, Instinkte und Verhaltensprogramme enthält – das Tier in uns!

Und es gibt den dagegen widersprüchlichen ontogenetischen, kulturbedingten Anteil, repräsentiert durch das „Über-Ich“ als soziales Verhaltensregulativ, modelliert durch unsere Sozialisation.

Die Dynamik dieser beiden Anteile läuft im Großen & Ganzen unbewusst und im Verborgenen ab. Das Resultat dieser Dialektik stellt den ebenfalls ontogenetischen, individuell erworbenen, aber bewussten Anteil dar, repräsentiert durch das „Ich“. Er ist die ausführende Struktur, die Exekutive, die stets einen Kompromiss zwischen dem „Es“ und dem „Über-Ich“ finden muss.

Die meisten Prozesse (etwa 7/8) in diesem mentalen Komplex laufen bekanntlich unbewusst ab. Im restlichen 1/8 ist unser Gehirn so gnädig, dem bewussten Teil seine Entscheidungen mitzuteilen, aber so raffiniert, dass wir glauben, es wäre eine freie Entscheidung, die aber längst gefallen ist (s. Libet, Haynes).

Dieser Erkenntnis wird in der Rechtsprechung dadurch Rechnung getragen, dass sie die „verminderte Schuldfähigkeit“ mit reduzierter Verantwortlichkeit anerkennt, was gegen Rümelins Doktrin der prinzipiellen Voll-Verantwortlichkeit verstößt.

Ein so hoch komplexes Organ wie unser Gehirn ist auch extrem anfällig. In dem verqueren Gehirn eines Sexualstraftäters ist der hormonelle Druck derart stark, dass das Individuum diesem einfach nichts entgegenzusetzen hat! Das ist keine Rechtfertigung, aber eine Erklärung: einfach einsperren schützt andere, genügt aber nicht! Diese Leute sind notorische Wiederholungstäter aufgrund ihrer Physiologie! Und hier muss dann angesetzt werden. Es darf durchaus auch überlegt werden, ob das paläolithische maskuline Adrenalin-Testosteron-System noch zeitgemäß ist…

Im Prinzip läuft es aber so in jedem von uns ab: wir werden gesteuert von unserer Physiologie, hauptsächlich den Hormonen und im Krankheitsfall von Wirkstoffen der Medikation! Dennoch funktioniert das Ganze nicht wie eine mechanische, linear arbeitende Maschine, der ich ausgeliefert bin. Unser Organismus (incl. Gehirn) ist ein biologischer Komplex von komplizierten, nichtlinear arbeitenden Regelkreisen, denen ich aber nicht vollständig ausgeliefert sein muss! Ich kann ihn selbst beeinflussen, diese Freiheit habe ich – wenn ich weiß, wie es funktioniert!

Es wäre sicher von Vorteil, wenn in den Schulen solchen Aufklärungs- & Selbststeuerungsprozessen über soziales Verhalten, psychischer Dynamik und guter Kommunikation etwas mehr Raum in den Curricula gegeben werden würde.

Die Illusion des freien Willens gehört wohl einfach zu den 3 „Kränkungen“ (dieser Begriff spricht schon Bände), die wir akzeptieren müssen:

1. Wie sind nicht der Mittelpunkt der Welt (Aristarchos, Kopernikus)

2. Wir sind keine göttlichen Geschöpfe (Darwin)

3. Wir sind nicht Herr im eigenen psychischen Haushalt (Freud)

Man muss sie ja nicht unbedingt als „Kränkung“ bezeichnen, aus einer anderen Perspektive können es zB. die „3 Weisheiten“ sein, die die Dinge ja auch geraderücken und objektivieren.

Es kommt ganz darauf an, dass man und wie man Freiheit definiert und die meisten unnützen Diskussionen scheitern daran, so habe ich es oft erlebt. Der Mensch ist (wie alle Organismen) ein zusammengehöriger relativ autonomer Komplex von Regelkreisen; kein Organ oder Regelkreis steht außerhalb oder ohne Beziehung zu den anderen. Zunächst einmal sind grundsätzlich auch ontologisch alle Entscheidungen unfrei – das ist unser tierisches Erbe. Genaugenommen gibt es in der Natur keine „Entscheidungen“, ein ontologisch leerer Begriff. Ein gewöhnliches Tier oder Kleinkind entscheidet nicht, es wird entschieden. Aber im Laufe unseres Lebens & unserer Sozialisation können Entscheidungen zunehmend „freier“ werden, wobei m.E. „Information“ eine wesentliche Rolle spielt.

Beispiel:

Zwei Jungen wachsen in einer gewalttätigen Umgebung auf. In einem der Haushalte wird auf Bildung (Information) keinen Wert gelegt oder ist aus sozialen Gründen einfach nicht angesagt. Dieser Junge wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit selbst zum Täter, weil er einfach darauf konditioniert ist: er hat es so gelernt, dass Konflikte durch Gewalt „gelöst“ werden. Dieser Junge ist mE. unfrei und wird stets der Spielball seiner Konditionierungen und der Umstände bleiben.

Der zweite Junge hat – wie auch immer – mitbekommen, dass Bildung etwas Wertvolles ist. Er liest, dass es auch andere Konfliktbewältigungs-Strategien gibt, er diskutiert mit anderen (vielleicht in einer Selbsthilfegruppe) seine Situation und erkennt, dass Gewalt in ihm steckt; d.h. er hat wesentlich mehr Informationen über sich und seine Situation als der erste Junge. Er ist nicht einspurig auf Gewalt konditioniert, sondern hat andere Verhaltensweisen zur Verfügung: er hat hier eine relative Freiheit, die ihn vor einem Gewalt-Knast-Gewalt – Teufelskreis bewahrt. Und die hat eben mit Information zu tun.

Es ist immer der ganze Mensch

von dem wir hier reden, und zwar in seiner gesamten Totalität; und so, wie Arme & Beine uns zum Bewegen und unsere Sinne uns zur Wahrnehmung befähigen, befähigt uns unser Gehirn als notwendige materielle Voraussetzung zum Denken, Fühlen und Entscheiden; Geist & Seele sind keine separaten Einheiten, die sich irgendwann in uns einsenken und uns wieder verlassen, wenn wir sterben, sondern Funktionale, die einen bestimmten Aspekt aus dem Ganzen beschreiben oder repräsentieren. Ich sehe keinen Grund, warum hier plötzlich ein Bruch in den Kausalketten existieren und der menschliche Wille frei von Ursachen und Randbedingungen sein soll.

Es ist aber auch so, dass ein „lokales Ich“ nicht existiert – auch im Gehirn ist laut Singer der Sitz des Ich nirgendwo lokalisierbar; es sind gewachsene Strukturen mit bestimmten Funktionen über das Gehirn verteilt.

Das allseits beliebte Freiheits-Argument „Ich hätte auch anders können“ ist m.E. eigentlich ein Null-Argument. Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, dann habe ich eben nicht anders entschieden. Im Nachhinein einen Rückbezug auf eine Entscheidungssituation mit Konjunktiven zu formulieren, ist – glaube ich – reines Wunschdenken. Ich bin niemals derselbe, der ich in der Entscheidungssituation war. Diese Konjunktiv-Formulierung ist auch nie nachprüfbar.

Da sind mir die einigermaßen reproduzierbaren Untersuchungen der Neurophysiologen doch um einiges lieber, weil handfester, auch wenn sie bedeuten, dass weder ich noch Teile von mir außerhalb der Natur (-gesetze) stehen.

Das von den Freiheits-Apologeten Marke Rümelin immer wieder gerne genommene Argument, der Determinismus mache aus dem Menschen einen „Automaten“, der die Entscheidungen fällt, hört sich nach Fremdbestimmung an – und das soll es ja auch! Es ist ja kein sachliches Argument, sondern eines, das ein „ungutes“ Gefühl erzeugen soll: es appelliert an das Gefühl nicht an den Verstand. Aber alles, was in mir abläuft an bewussten und unbewussten Prozessen ist eine zusammengehörige Einheit, bin ich. Alle Entscheidungen sind immer meine Entscheidungen, weil sie meinen Zustand als Grundlage und mein Gehirn als Exekutive haben, ob bewusst oder unbewusst. Ich bestehe nicht nur aus Bewusstsein ich bin immer ein Ganzes, eine Einheit!

Abgesehen davon sind unserem Willen entzogene automatisierte Verhaltens-Reflexe extrem wichtig, es gab mal folgende Situation:

Ich war mit Frau & Tochter (damals 3-4 Jahre) auf einem Ponyhof. Es war viel los. Plötzlich sehe ich einen Jagdhund auf meine Tochter zuspringen – ich stand etwa 1 m daneben. In diesen Bruchteilen von Sekunden sehe ich das aufgerissene Maul mit den scharfen Zähnen und kurzzeitig pulst der Fluchtreflex, weil ich diese Zähne nicht in meinem Unterarm haben wollte. Dann nahm ich die vor Angst aufgerissenen Augen meiner Tochter war und wurde geradezu von Adrenalin geflutet und es war mir sowas von egal, ob ich gebissen werde oder nicht. Der Hund wog vllt. 20 kg, die ich -damals- noch locker heben konnte; hätte er sich festgebissen, hätte ich ihn bis zum Exitus immer wieder auf den Boden geschlagen – dazu machte mich dieser Adrenalinstoß fähig; ich habe den Hund derart kompromisslos in den Nacken gekrallt und weggerissen, dass er unverzüglich merkte, wer jetzt das Alpha-Männchen im Ring war und ohne Widerstand davonlief. Es gab nur eine kleine Schürfwunde unter dem Auge meiner Tochter…

Diese Situation hatte absolut nichts mit einer freien Entscheidung zu tun: es wurde ein starker Fluchtreflex von einem noch stärkeren Schutzreflex überlagert; seitdem weiß ich, dass ich mich auf meine Physiologie verlassen kann.

Auf der anderen Seite kann dieser adrenalingetränkte Schutzmechanismus aber Verheerendes verursachen, wenn jemand sich so gekränkt fühlt, dass er im adrenalinösen „Blutrausch“ 35 Mal auf seine Frau einsticht, nur weil sie seinen 3 ½ -Minuten-Sex leid war und sich die Streicheleinheiten von seinem Freund holte (was auch nicht ok., aber verständlich ist!).

Oder die Spielkinder in der Finanzhaibranche, die ohne geringste Empathie und völlig schmerzfrei ganze Staaten über die Klinge springen lassen! Verhalten extr. unerw.

Ähnlich, nicht ganz so dramatisch, ist es mit dem Helfersyndrom, dem Zwang, immer und stets hilfsbereit zu sein; hier ist der ethische Imperativ „Ich muss anderen helfen“ die Determinante, die eine Person dazu treibt, zu helfen – auch, wenn sie daran zerbricht, also ihre Grenzen nicht kennt und sich verliert. Das hat aber tiefere Ursachen, oft ein Zuwendungs-Vakuum.

Es sind die evolutiv frühen primitiven, aber starken Reiz-Reaktions-Konditionierungen (s. Pawlow, Watson, Skinner), die sich in frappanter Weise mit den komplexen psychischen Abwehrmechanismen (Freud, Fromm, Pearls) verheddern. Der Absturz in eine handfeste Psychose ist im Grunde ein psychischer Schutzmechanismus – erzeugt vom Unbewussten!

Mein Unbewusstes/Zwischenhirn kann auf wesentlich mehr Informationen zugreifen und vor Allem wesentlich schneller reagieren als mein Bewusstes. Wenn Entscheidungen nur von unserem Bewusstsein getroffen würden, wäre das eine mittlere Katastrophe! Würde mein Unbewusstes die Entscheidung, bei roter Ampel und nahendem 30-Tonner über die Straße zu gehen, meinem Bewusstsein, dem Neokortex, überlassen, müsste dieser ja erstmal eine Rechnung nach der klassischen Mechanik mit Masse, Geschwindigkeit & Impuls aufmachen, um überhaupt eine Gefahr realisieren zu können. Ich hätte kaum die Formel abgerufen, da hätte sie sich schon erledigt!

Das Zwischenhirn, in dem biologische „Überlebensprogramme“ angesiedelt sind, arbeitet zwar sehr unspezifisch, aber dafür wesentlich effektiver – es reagiert einfach nur auf ein Vielfaches meines Volumens, das sich mir gefährlich schnell nähert – selbst der Schatten würde schon reichen. Das Zwischenhirn ist unser tierisches Erbe! Dort hat es sich erfolgreich entwickelt und „Evolution“ baut auf dem auf, was schon da ist!

Eigenverantwortung – Eigenarbeit

In der therapeutischen Psychoanalyse besteht der (Selbst-) Heilungsprozess genau darin, sich der allgemeinen unbewussten psychischen Dynamik und der (zB. Verdrängungs-) Mechanismen, bewusst zu werden, sie in den biographischen Kontext zu bringen und daraus Lösungsmöglichkeiten für das bestehende Problem zu entwickeln.

Liegt die Ursache zB. in einer in der Kindheit erfahrenen häuslichen Gewalt (Prügelstrafen, Missbrauch, Vergewaltigung), entwickelt die kindliche Psyche zB. einen Mechanismus, die erlebte Erniedrigung und die begleitenden Gefühle abzuspalten, was sich in einem distanzierten, unterkühlten und übervorsichtigen Verhalten gegenüber allen Menschen, die dem Täter auch nur ähnlich sind, manifestiert; maW. das Zwischenhirn speichert die traumatische Situation (Bilder, Gefühle, Gerüche, Wörter, …) ab und der Schutzmechanismus schlägt sofort Alarm, wenn zB. der spätere Ehemann Ähnlichkeiten mit dem Täter hat, obwohl er alles andere als ein Täter ist. Das Opfer wird sich ihm emotional verweigern, was zum Konflikt führt.

Die Therapie besteht in der Aufklärung über den o.a. beschriebenen Prozess und dem Neokortex des Opfers wird klar, dass der Schutzmechanismus des Zwischenhirns jetzt nicht mehr erforderlich ist. Der Ehemann hat zwar Ähnlichkeit mit dem Täter, ist aber nicht der Täter! Dem Neokortex (Verstand) war das schon länger klar, aber dem Zwischenhirn (Bauch) nicht und das bestimmt die Gefühle und das Verhalten. Es ist schlichte Informationsverarbeitung über die Zusammenhänge & Mechanismen und einem Realitäts-Abgleich! Das Opfer hat sich dadurch alternative Verhaltensweisen & Entscheidungsmöglichkeiten – eben mehr Freiheit – erarbeitet und muss sich nicht mehr vollkommen determiniert zwangsverhalten.

Man muss aber nicht unbedingt eine schwere Depression haben, um die Erkenntnisse der Psychologien anwenden zu können, doch jeder hat sein Lebensthema (mehr oder weniger bewusst auf dem Schirm). Die Psychologie als Wissenschaft ist nämlich nicht nur eine Heilmethode, sondern gibt uns auch darüber Auskunft, wie des Menschen Psyche funktioniert. Man erfährt und lernt Verborgenes von und über sich selbst. Das meinte ich oben, als ich formulierte, dass man in eigendynamische (und auch soziale) Prozesse steuernd – oder zerstörend – eingreifen kann, wenn man weiß wie, wo und auf welche Weise. Das, und was eine „gute konflikterprobte Kommunikation“ ist, sollte kein Exklusiv-Wissen der Psychologen sein, sondern müsste den Kids bereits in den Schulen beigebracht werden – das wäre Lebensvorbereitung! Denn diese Möglichkeiten der „Selbsterkenntnis“ sind genau die Freiheit, die uns vom Tier unterscheidet! Langer Rede kurzer Sinn:

Nicht in der geträumten Unabhängigkeit von den Naturgesetzen liegt die Freiheit, sondern in der Erkenntnis und sinnvollen Anwendung derselben, wie Engels meint.

Ich verstehe unter Freiheit eine sowohl phylogenetisch alsauch ontogenetisch gewachsene angeeignete Informations-Struktur, die mir durch Einsicht, Durchblick & Überblick bzgl. Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge ein Feld von Möglichkeiten eröffnet, aus dem ich eine Entscheidung oder einen Willensprozess ableiten, aber auch revidieren kann, weil ich Alternativen habe.

Dieser Freiheitsbegriff ist mE. realistisch und wie folgt charakterisierbar:

– er ist eindeutig, weil er definitiv durch Informationsdichte & -breite und qualitative Aspekte bestimmt wird.

– er ist kommensurabel, weil er durch das gemeinsame Grundmaß der Informationsdichte … allgemein verglichen & angewendet werden kann

– er ist vor Allem praktikabel: man kann sich konkret vornehmen, es vor der nächsten ad-hoc-Entscheidung anders zu machen.

Freiheit wird uns also nicht geschenkt, aber wir können sie uns aneignen; und wenn die gesellschaftlichen Bedingungen dieses nicht nur zulassen, sondern in der politischen Agenda ausdrücklich fordern und fördern – dann liegt‘s an jedem selbst.

Ich denke, mehr ist nicht drin!

Ich bin immer mit meiner „Diogenes-Lampe“ unterwegs, um Menschen zu finden, die sich auch nach ein wenig „Licht der Erkenntnis“ sehnen. Also wenn Ihr eigene Beiträge oder Posts für meinen Wissenschaft-/Philosophie-Blog habt, immer her damit. Sie werden mit Eurem Namen als Autor auf meiner Seite veröffentlicht, so lange sie den oben genannten Kriterien entsprechen. Denn nur geteiltes Wissen ist vermehrtes Wissen.
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