Glückseligkeit

Glückseligkeit

Glückseligkeit – der richtige Weg das Glück zu finden

Das Leben besteht nicht nur aus Glück und Genuss, sondern eben auch aus Leid und Schmerz. Diese Erkenntnis ist zwar nicht ganz neu, aber für den richtigen Umgang hiermit gibt es leider immer noch keine Patentlösung. Die Lösungsansätze namhafter Philosophen (Sokrates, Platon, Aristoteles, Epikur, Kant, Kamlah) findet man von der Antike bis in die Moderne. Letzlich geht es um die Frage: Wie kann man Glück finden und Leid vermeiden, also einen Zustand der Glückseligkeit erlangen?

Von allen guten Geistern

Aber allen philosophischen Konzepten gemeinsam ist die Entwicklung einer Ethik der Glückseligkeit, die man mit dem Begriff der Eudaimonie aus der griechischen Antike gleichsetzen kann. Die Eudaimonie meint wörtlich “mit einem guten Dämon (Geist) verbunden (beseelt)”. Die antiken Lehren gehen davon aus, das die Glückseligkeit das definierte Ziel aller Menschen sei. Dabei gehen natürlich bis heute die Meinungen auseinander, wie dies zu erlangen ist. Ich möchte im Folgenden den Ansatz von Epikur herausstellen, da er mir am vielversprechendsten im Hinblick auf die aktuellen Probleme erscheint.

Raus auf das Land

Man muss man sich zunächst einmal die damaligen Lebensverhältnisse 341 – 270 v. Chr. vergegenwärtigen, um Epikurs Konzept von Glückseligkeit “Eudaimonie” zu verstehen. Das Leben war hart und grausam. Kriege, Krankheiten und Kastrophen gehörten zum Tagesalltag. Die meisten Menschen waren sehr arm und ihr Schicksal ungewiss. Um dieser Misere in der Stadt zu entfliehen, zog Epikur mit seinen Kumpels auf das Land. Dort wollte er ein Leben in Selbstgenügsamkeit (Autarkie) und Seelenruhe (Ataraxie) führen. Klingt irgendwie modern, wenn man an die heutigen, zahlreichen Kommunen auf dem Land denkt, die auch ein alternatives Leben in Selbstversorgung und Freiheit suchen.

Schluss mit den Sorgen

Epikur wird gerne mit einem besonders lustvollen und ausschweifenden Leben in Form des Hedonismus in Verbindung gebracht. Das dies nicht richtig ist, habe ich bereits in meinem Blog Genusstraining versucht darzulegen. Das Gegenteil ist der Fall. Es ging Epikur um Selbstgenügsamkeit durch die einfachen Genüsse und Freuden. Der ausgeglichene Gemütszustand, frei von Sorgen, Ängsten und Nöten war ihm und seinen Schülern das höchste Gut. Diesen Zustand nannte er Ataraxie (frei aus dem griech. “ohne Emotionen”), was unserem heutigen Begriff von “Coolness” wohl am nächsten kommen würde. Das Konzept der “Ataraxie” lässt sich mit folgenden Kernpunkten umschreiben:

  • die Götter kümmern sich nicht um die Welt,
  • der Tod spielt für Menschen keine Rolle, denn wenn er eintritt, sind sie nicht mehr da,
  • natürliche Bedürfnisse, die Unlust vermeiden, wie z. B. Hunger, Durst, Freundschaft sind erfüllbar,
  • die meisten Schmerzen sind gering ausgeprägt und dauern nur kurz.

 

Das kann man wohl so unterschreiben. Nur wie kommt man zu dieser “Coolness” und ist diese überhaupt erstrebenswert?

Her mit der Freude

Diese Ataraxie erreiche man durch die Steigerung der Lust und Freude durch Verzicht auf Schmerz und Leid durch die vernünftige Einsicht und der Verzicht auf schädliche Begierden. Diese asketische Tugendhaftigkeit deckt sich absolut nicht mit der allgemeinen Vorstellung von epikureischen Hedonismus. Sie besitzt allerdings keinen moralischen Eigenwert, sondern dient nur zur Steigerung der Lust am eigenen Seelenfrieden. So erfreut sich der Gerechte durch seine Tugendhaftigkeit einer inneren Seelenruhe. Der Ungerechte muss sich mit seinem schlechten Gewissen plagen. Die Furcht besonders vor unvorhersehbaren Ereignisse wie Naturkatastrophen sei unbegründet, da sie sich durch die vernünftige Einsicht in die Unabänderbarkeit der Abläufe aufgrund der willkürlichen Eingriffe höherer Mächte (Götter) erklären ließe. Auch der Tod hat keinen Schrecken mehr. Da der Mensch keinen Einfluss auf ihn hat, habe es ihn auch nicht zu interessieren. Denn wenn man Tod ist, juckt es einen ja auch nicht mehr.

Wenn da nicht die Sache mit dem Schicksal wäre

Epikur ist ein Vertreter des atomistischen Materialismus. Aus diesem Grunde kann man ihn als Vordenker der modernen Naturwissenschaft bezeichnen, da er sich von den mythologischen und religiösen Vorstellungen seiner Zeitgenossen abgrenzt. In einer Welt, die aus Atomen zusammengesetzt ist, können sich diese frei anordnen. Somit bleibt kein Platz für Götter und Irrationales. Es herrscht der Determinismus der Naturgesetze. Damit ist Epikur fein raus. Wenn der Mensch nicht “seines Glückes Schmied” ist, kann er es sich wenigstens in seinem Leben gemütlich machen. Also seinen Frieden mit dem Unabänderlichen machen und zu innerer Seelenruhe gelangen. Das hat schon was, aber solche blasphemischen und ethisch-verwerflichen Lehren konnten natürlich nicht unbeantwortet bleiben. Einer der schärfsten Kritiker des Epikureismus wurde natürlich Immanuel Kant:

“Das “Bewußtsein des Verlassens des gegenwärtigen Zustandes”, nicht “der Prospekt des Eintretens in einen künftigen”, erweckt in uns die “Empfindung des Vergnügens”, welches also die “Aufhebung eines Schmerzes und etwas Negatives” ist. “Vergnügen ist das Gefühl der Beförderung, Schmerz das eines Hindernisses des Lebens”. Leben ist ein “kontinuierliches Spiel des Antagonismus von beiden”. “Also muß vor jedem Vergnügen der Schmerz vorhergehen; der Schmerz ist immer das erste.” “Auch kann kein Vergnügen unmittelbar auf das andere folgen; sondern zwischen einem und dem anderen muß sich der Schmerz einfinden.” “Der Schmerz ist der Stachel der Tätigkeit, und in dieser fühlen wir allererst unser Leben; ohne diesen würde Leblosigkeit eintreten”, ibid. (Immanuel Kant:”Gefühle – Gefühlsphilosophie” IV 154 f.).

Doch hierzu mehr in einem weiteren Essay “Glücksmomente“.

© philosophies.de

Author: philosophies

26 thoughts on “Glückseligkeit

  1. Lieber C.,

    vielen Dank für Deine freundlichen Worte und Deinen offenen und ehrlichen Kommentar.

    Ja, stimmt. Ich sehe es ganz genauso wie Du. Allerdings war für mich die “Überraschung”, dass die meisten Menschen es tatsächlich verlernt haben oder sich gar nicht mehr daran erinnern können, wie das mal war mit dem “Glück”. Dies war eigentlich der Hauptgrund für meinen Beitrag und nicht so sehr der wissenschaftliche Hintergrund.
    Ich kann Dich nur in Deinen Ansichten unterstützen. Glück hat für mich auch viel mit Achtsamkeit zu tun. Deshalb hatte ich mich auch einmal mit “Genusstraining” auseinander gesetzt und würde gerne diesen Blog bei Euch posten, um zu erfahren, was Ihr davon haltet.

    Mit philosophies Grüßen

  2. Lieber J. K.,
    vielen Dank für Deinen Like und Deinen netten Kommentar.

    Ich gebe Dir absolut Recht. Bei den ersten zwei Gs mach ich sofort mit. Bei dem “Geld” bin ich raus 😉 Nach meiner Erfahrung kann man prima auf das Geld verzichten. Die “Handlungsfreiheit + Leistungsbereitschaft” mache ich nicht vom Geld abhängig.

    Ich finde ein anderes G – wie Genuss – wichtiger. Weil was nützt das ganze Glück, wenn man es nicht genießen kann oder es noch nicht einmal bemerkt. Ich habe dazu auch schon einen Blog geschrieben, den ich auch gerne in Eurer Gruppe posten würde.

    Mit den besten Glückwünschen
    philosophies

  3. Cher Monsieur C.,

    tout d’abord merci beaucoup pour votre commentaire.

    Malheureusement, je ne peux pas souscrire à votre thèse du bonheur des «cueilleurs et chasseurs». Je pense qu’il y a 190 000 ans, les gens connaissaient aussi la douleur et la souffrance. Mais vous voulez probablement dire autre chose. En raison des multiples possibilités que nous avons aujourd’hui, les dangers d’éprouver d’éventuelles souffrances et douleurs sont bien sûr multipliés. Pourtant, je ne veux pas revenir en arrière.

    Avec salutations philosophies.

  4. Dear Mr. L.,

    You see this in exactly the same way as Kant: “Pleasure is the feeling of being transported, pain that of an obstacle to life”. Life is a “continuous game of the antagonism of the two”. “So pain must precede every pleasure; pain is always first.”

    And I can only agree with that. You may also have ice cream as a favorite. But you can imagine what an ordeal 1 kg of ice cream can be. Hedonism does not mean pleonasm in the sense of decadent gluttony, frivolous lust, rampant consumption. But I may refer to my other essay “Genusstraining” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/03/genusstraining/).

    With philosophies salutations

  5. Dear Mr. L.,
    I couldn’t of course know that you are such a resolute opponent of Kant. I was also absolutely far from “treating” you as a “Kantian”.
    Of course, if you only see the whole thing from a purely logical point of view, we’ll be done quickly 😉

    “Pain” is a sufficient, but not absolutely necessary, condition for “suffering”.
    Likewise, hedonism (“hedraism”) according to Aristippus or Epicurus seems to me to be only a sufficient but not necessary condition for achieving “bliss”.
    Nor is Kant just a sufficient but not necessary condition to philosophize about the opposition between “pleasure” and “pain”.

    What is your necessary condition?

    best regards
    philosophies.de

  6. Dear Mr. R. B. K.,

    thank you for your very readable comment.

    I can only fully agree with you that “pleasure” is also associated with “costs”, but not in a material sense – as in the everyday saying – “There is nothing free in life, even death costs life.” ;-), but rather in an ethical sense. Epicurus had already recognized this 2000 years ago. The ataraxia, which Augustine could also describe as “temperatio in moderatio”, of course presupposes a certain equanimity and calmness of mind, which it seems to me has been lost today.

    I tried this in my other essays “Glücksmomente” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/04/gluecksmomente/#Happy%20moments) and “Genusstraining” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/03/genusstraining/#Enjoyment%20training), which I would like to point out to you if you are interested.

    Keep enjoying your life and with
    philosophies greetings

  7. Cher Monsieur F. A. P.,
    c’est dommage que vous ne reconnaissiez pas la relation avec Lévinas!

    Afin que vous puissiez combler ce manque de connaissances, j’ai inclus quelques sources sur Internet qui traitent de l’éthique de Levina et montrent la relation:
    1. “Ce livre (TU) présente la subjectivité comme quelque chose qui reçoit l’autre, il la présente comme hospitalité. Dans l’hospitalité, il réalise l’idée de l’infini” (E. Lévinas: “Totalité et Infini”, p. 28). Le sensuel pur ou immédiat est vécu comme plaisir, douleur ou poésie et est appelé “proximité au sens général” (WN Krewani: “Tout n’est pas inexorable.” 2006, p. 323), il critique ici le Concept de “jouissance” chez Hegel, Marx et Feuerbach. “(De: Marta Holzschuster:” Philosophie de la théorie et de la pratique avec références à l’engagement de “l’autre” chez E. Levinas et V. Havel.” https://core.ac.uk/download/pdf/11597697.pdf)
    2. “Nous avons vu que le plaisir et le bonheur de Lévina ne doivent pas être confondus avec le” désir “(“désir”). Dans quelle mesure le bonheur (“bonheur”) montre-t-il quelque chose comme une analogie avec la” transcendance actuelle “? Lorsque nous appelons le bonheur une relation épanouie avec ce que «je fais et ce que je suis» (TU 156). Ainsi, le bonheur n’est pas la simple préservation de mon être naturel, mais va au-delà de cela et se manifeste dans son apparition soudaine son indépendance de la durée. Le besoin (“besoin”) comme source de richesse – la relation platonicienne entre “penia” et “poros” (Symp. 203-204) […] “(de: Rafael Capurro: SPRENGSÄTZE – Notes sur “Totalité et Infini” d’E. Lévina, publié dans: prima philosophia, avril – juin 1991, vol. 4, numéro 2, 129-148. http://www.capurro.de/levinas.htm).

    À cet égard, je ne comprends pas votre mécontentement, mais j’espère que les sources fournies vous aideront.

    bien à vous
    philosophies.de

  8. Dear Mrs. L H.-V.,

    thank you for your nice comment, which I read carefully.

    Yes I agree with you. If you travel the world with open eyes or are a little interested in history, you can see that cultures before us had their “heyday” and then disappeared again in the course of history. Everything has its time. But, if history is viewed in the form of “culture cycle theory” (Nietzsche / Spengler), the next culture may make it better;-) In this sense I agree completely, philosophy must definitely get a more important position again.

    Many Greetings
    philosophies.de

  9. Dear Mr. P. O.,

    thank you for your kind reference, I was not aware of this.

    Based on your group description: “This philosophy group offers an opportunity to explore or challenge the academic “given” in philosophy.”, I actually assumed that as a “philosophy group” you were actually involved in the research of academically “given” “texts”. would be interested in philosophy. How to develop a coherent thought in philosophy with the help of memes in the form of “direct statements or questions” is honestly new to me.

    But then these would be my questions (a colored picture in the background is probably not necessary ;-):

    1. “How can philosophy be pursued with the help of memes in the form of short messages or questions?”,

    2. “Can you no longer write longer, philosophical texts because this would strain the reader’s attention too much?”

    3. “What would Neil Postman have said about this?”

    Thank you for your attention and
    best regards

    philosophies.de

  10. Liebe E. A., lieber A. R.,

    ich befürchte auch, dass der “olle Miesepeter” mal wieder Recht gehabt hat. Ich glaube aber auch, dass er – wie gesagt – auch kein “Kind von Traurigkeit” oder “Kostverächter” war. Ich denke aber eher, er wollte auf den “inflationären Charakter” von Glück oder Genuss verweisen, da zum “Glück” der natürliche Antagonist “Schmerz” nun einmal dazugehört, daher nochmal das Zitat:

    “Vergnügen ist das Gefühl der Beförderung, Schmerz das eines Hindernisses des Lebens”. Leben ist ein “kontinuierliches Spiel des Antagonismus von beiden”. “Also muß vor jedem Vergnügen der Schmerz vorhergehen; der Schmerz ist immer das erste.” Auch kann kein Vergnügen unmittelbar auf das andere folgen; sondern zwischen einem und dem anderen muß sich der Schmerz einfinden.” “Der Schmerz ist der Stachel der Tätigkeit, und in dieser fühlen wir allererst unser Leben; ohne diesen würde Leblosigkeit eintreten.” (Immanuel Kant:”Gefühle – Gefühlsphilosophie” IV 154 f.).

    Als kleines Beispiel hierzu, wie ich ihn verstanden habe. Eine 1kg-Speiseeis-Packung kann vermeintlich glücklich machen, wir wollen immer mehr davon. Wir essen mehr als wir zur Sättigung vernünftigerweise benötigen würden. Das Resultat sind Bauchschmerzen. Das eine bedingt das andere und ohne den jeweiligen Antagonisten würde man es auch nicht erkennen können. Deshalb gebe ich Ihnen Recht auch ein Zuviel an “Schmerz” macht auch nicht glücklicher (obskure SM-Praktiken einmal dahin gestellt und wäre ein “Trugschluss”.

    “Das Antriebssystem kann nicht durch polar einseitig Gelebtes in seiner Grundfunktion verändert oder gar ausgelöscht werden.” Oder so ist es psychologisch korrekter ausgedrückt.

    Es geht also mehr um den bewussten Umgang mit Glück und da ist der “Schmerz als Stachel” durchaus sinnvoll und verhindert die “Inflation des Glückes”. Hiermit habe ich mich auch in “Glücksmomente” und “Genusstraining” noch eingehender beschäftigt.

    Viele Grüße
    philosophies.de

  11. Cher(e) D. B.,

    merci pour votre commentaire et le conseil bien intentionné sur mon site Web. Mais je n’avais pas opté pour un plugin de traduction sur mon site car je voulais traduire les textes moi-même. Vous arriverez également automatiquement à la traduction appropriée (par exemple pour le français) lorsque vous appuierez sur le bouton correspondant du drapeau tricolore.

    Oui, bien sur, je trouve aussi très difficile d’atteindre mon quota d’ataraxie tous les jours, surtout en ces temps 😉 Et à droite, vous avez à peine le temps de faire demi-tour (regarder en arrière), sinon Eurydice est déjà partie 😉

    Merci pour les gentils mots et meilleures salutations
    philosophies.de

  12. Dear Mr. M. H.,
    dear Mr. O. C. G.,

    thank you for your comment and your objections, which I would like to address below.

    I took the liberty of looking at Schopenhauer again to see how he dealt with the “pleasures”, the “pain” and the “happiness” and found this quote:

    “The pleasures are and remain negative. That they make you happy is a delusion that envy harbors as its own punishment. The pain, on the other hand, is felt positively. That is why its absence is the measure of happiness in life Boredom is how happiness on earth is essentially achieved. ” (Aphorisms for wisdom V, 1)

    But that’s exactly what I wanted to express with my little essay on “Bliss” and the misunderstood hedonism of Epicurus. Here I am completely with Schopenhauer, the pleasures themselves are meaningless, if not negative in an inflationary sense. Incidentally, Epicurus saw this as well.

    And from my point of view, Schopenhauer and Epikur immediately saw the absence of pain and bad things, after all they weren’t masochists 😉 And that this should “invite boredom” or even “avoid life” never has Epicurus still claims Schopenhauer, see quote above and the following:

    “Happiness belongs to those who are self-sufficient, for all external sources of happiness and enjoyment are, by their nature, highly insecure, uncomfortable, transitory and subject to chance.” (Aphorisms for Wisdom II)

    So maybe give Epicurus hedonism another chance and you will see that it is not that flat or that far removed from stoicism or maybe even Buddhism. How to enjoy properly, I tried to describe in another essay, “Enjoyment training” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/03/genusstraining/#Enjoyment%20training), which I would like to offer you if you are interested.

    Many greetings
    philosophies.de

  13. Dear Mrs. M. A.,

    thank you for your comment, which I can only absolutely agree with.

    Some of the insights of philosophy are actually timeless or even more topical than ever, I think.

    And yes, with friendliness I get through life better because I also noticed: “What goes around comes around!”

    But in truth these are the “deeper, more abstract thoughts” of the “great philosophers”.
    So please keep your friendliness and you have made the world a little better.

    Many greetings
    philosophies.de

  14. Lieber Herr R. K.,

    vielen Dank für Ihren freundlichen und interessanten Kommentar, dem ich direkt einmal nachgegangen bin. Ja, Kamlah scheint in seinem Leben und Tode sehr konsequent gewesen zu sein. Ich habe folgendes auf Wikipedia gefunden, was mir auch noch neu war:

    “In seiner Schrift Meditatio mortis (1976) nahm Wilhelm Kamlah eine Position für den Freitod (wie er statt Suizid sagte) ein, den er im selben Jahr auch vollzog. […]
    Nur wer die Erfahrung des Loslassens von seiner selbstbefangenen Begehrlichkeit macht und bemerkt, dass genau dieses Loslassen ein gelassenes und insofern ruhiges Lebens ermöglicht, gelangt zur Grundeinsicht der Eudämonie. Diese „Ruhe der Seele“ stellt eine wichtige Lebensbedingung dar – neben den Gütern der Vitalität und anderen Gütern, die nicht dogmatisch gesetzt werden dürften. Im Zusammenhang damit kritisiert Kamlah die moralische Ablehnung und die in der weithin üblichen Bezeichnung “Selbstmord” bereits zum Ausdruck kommende gewohnheitsmäßige Verurteilung des Freitodes und plädiert für den Fall eines dauerhaften Verlustes der wichtigsten Lebensbedingungen für das Recht, selbst den Zeitpunkt des eigenen Todes zu bestimmen.” (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Kamlah)

    Also dem kann man wirklich nur Respekt zollen und man wirklich nur noch sagen:”Hut ab!”. Das ist doch einmal wirklich konsequent gelebte Philosophie im Formate eines Sokrates. Über Eudämonie schreiben und reden ist das eine, aber diese bis in die letzte Schlussfolgerung umsetzen ist das andere; das sind doch immer noch zwei Paar Schuhe, die mir zugegebenermaßen zur Zeit auch noch zu groß sind.

    Vielen Dank für den Tipp und
    viele Grüße
    philosophies.de

  15. Dear Mrs. S. H. F.,

    thank you for your interesting comment and legitimate objection.

    I honestly don’t know what “being cool” is like, because I definitely am not and I probably don’t want to be either. Emotions are always true and real because we cannot consciously control them and they are stimulated from outside. However, we still have a means of influencing the resulting feelings, as this is an interpretative process. But it also makes no sense to deny or suppress one’s feelings. You just have to learn to deal with them.

    If you now ask me, “How would I turn off worry”, I unfortunately have to confess to you that I am only a seeker here and not a finder. If this were so, I would have written one of the countless life advice books that are not really worth reading and in which there is nothing new or I would have founded a sect (just kidding ;-). Since this is not the case in both cases, I can only tell you that every day I try to see my fate a little more calmly and to enjoy the little moments of happiness more, but I still need a lot of practice 😉

    Many greetings
    philosophies.de

  16. Lieber Herr R. S.,

    vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar, den ich aufmerksam gelesen habe.

    Manche Punkte sehe ich absolut wie Sie, in einem Punkt habe ich eine andere Meinung.

    Nämlich an der Prämisse “das Glück nicht zu erreichen ist”, habe ich meine persönlichen Zweifel. Ich glaube schon daran, dass man Glück erreichen kann. Man muss nur – denke ich – zwischen episodischem und periodischem Glück unterscheiden. Dies habe ich einmal in einem weiteren Artikel untersucht, auf den ich Sie – Interesse vorausgesetzt – gerne einmal hinweisen möchte: “Glücksmomente” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/04/gluecksmomente/).

    Zu 1.: Das ist ein sehr schöner Vergleich, den ich mir einmal merken muss, weil er mir sehr gefällt und auch absolut mit meinen bisherigen Erfahrungen übereinstimmt. Der Volksmund hat hier bereits einen passenden Spruch “Et gif nix umsüss em levven” 😉 Stimmt, alles hat seinen Preis. Ob es allerdings immer einen kausalen Zusammenhang in Form von “actio und reactio” gibt, zwischen den Momenten des Glücks und denen des Leids, kann ich noch nicht beurteilen. Aber warum nicht, irgendeinen Ausgleich sollte es ja geben 😉

    Zu 2.: Stimmt auch. Das ist das Serotonin, ein Neurotransmitter, der messbar ist, wenn wir uns in einem “glücklichen Zustand” befinden (wie auch immer dieser von der Wissenschaft definiert worden ist). Und ja, bei Sport wird dieser im Zusammenhang auch mit einem anderen Botenstoff Dopamin ausgeschüttet und kann zu Glücksgefühlen führen. Ich muss gestehen, dass mir dies beim Sporttreiben nicht immer unbedingt gelingt. Aber Schokolade, Bananen und Mozartmusik sollen erfreulicherweise einen ähnlichen Effekt haben 😉 Aber Ihr Einwand ist in anderer Hinsicht sehr interessant, da er aus metaphorischer Sicht sehr gut passt. Ja, man muss sich seines Glückes immer wieder neu bewusst werden, das “man in Händen hält”. Wird es selbstverständlich oder fehlt die Bewegung (Motivation), weiß man es leider nicht mehr zu schätzen, sondern erst dann wieder, wenn es fort ist:„Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens was Glück war.“(Francoise Sagan, französische Schriftstellerin (1935 – 2004)

    Zu 3.: Das sehe ich auch absolut genauso. Glück kann inflationär werden, wenn man immer nur auf der Suche nach den “großen Glücksmomenten” ist, die einen “flashen” sollen. Dann kann es ganz schön anstrengend werden und vielleicht eher das Gegenteil von Glück bedeuten. Ihren Vergleich finde ich auch gut, aber ich bevorzuge meistens lieber den Vergleich mit 1 kg Speiseeis, welches in Maßen durchaus zu so etwas wie Glücksgefühlen, in Massen genossen, aber eher zu so etwas wie dem Gegenteil, zu Bauchschmerzen führen kann. Dies habe ich übrigens auch schon in meinem weiteren Artikel “Genusstraining” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/03/genusstraining/) versucht zu beschreiben, allerdings ohne Speiseeis 😉

    Abschließend wünsche ich Ihnen aber weiterhin viel Glück in “Sachen Glück” und bedanke mich für Ihr Interesse.
    Viele Grüße
    philosophies.de

  17. Lieber Herr C. R.,

    vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar und berechtigten Einwand.

    Aber das hatte ich ja auch schon in meinem Text erwähnt, dass sich an diesem Thema schon die unterschiedlichsten Denker mit den verschiedensten Denkansätzen an diesem Thema abgemüht hätten.

    Und ja, Glück ist kein “Inselzustand”, auch wenn viele von einer “einsamen Insel” träumen. Was ich übrigens nicht für erstrebenswert erachte, aufgrund der fehlenden sozialen Kontakte, die für mich eine wesentliche Tragsäule für so etwas wie Glück sind.

    Klar, der Kontext ist schon wichtig, aber wie Sie schon richtig schrieben “auf sich selbst reduziert” ist Glück für mich absolut etwas Intrinsisches. Und warum nicht einmal die “rosa Brille” aufziehen im Sinne Brophys als “self-fulfilling prophecy”. Für die gute Laune ist man schließlich selbstverantwortlich und kein anderer.

    Ich tippe mal, Sie würden dies als Selbstbetrug im Sinne Kants kennzeichnen. Aber “Wahrnehmung” hat nun einmal auch etwas mit dem zu tun, was ich für wahr nehme und hiermit sind keine “alternativen Fakten” gemeint, sondern das Konstruktivistische in der Wahrnehmung.

    Aber in diesen düsteren Zeiten kann so eine rosa Brille, mit der man auch die kleinen Dinge im Alltag in einem anderen Licht sehen kann, durchaus helfen. Ich versuche es auch täglich, aber es gelingt mir zugegebenermaßen nicht immer ;-).

    Viele Grüße
    philosophies.de

  18. Lieber Herr B. K. G.,

    vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar und Ihren berechtigten Einwand, auf den ich im Folgenden gerne eingehen möchte.

    Ich habe es nicht ganz so religiös , aber auch mit einem ähnlichen Impetus gemeint, wenn ich – wie Sie vielleicht gelesen habe – Herrn Kant zu diesem Thema noch zu Wort habe kommen lassen. Ich zitiere ihn aber gerne an dieser Stelle nochmals, da er aus meiner Sicht absolut Recht hat:
    “Das “Bewußtsein des Verlassens des gegenwärtigen Zustandes”, nicht “der Prospekt des Eintretens in einen künftigen”, erweckt in uns die “Empfindung des Vergnügens”, welches also die “Aufhebung eines Schmerzes und etwas Negatives” ist. “Vergnügen ist das Gefühl der Beförderung, Schmerz das eines Hindernisses des Lebens”. Leben ist ein “kontinuierliches Spiel des Antagonismus von beiden”. “Also muß vor jedem Vergnügen der Schmerz vorhergehen; der Schmerz ist immer das erste.” “Auch kann kein Vergnügen unmittelbar auf das andere folgen; sondern zwischen einem und dem anderen muß sich der Schmerz einfinden.” “Der Schmerz ist der Stachel der Tätigkeit, und in dieser fühlen wir allererst unser Leben; ohne diesen würde Leblosigkeit eintreten.” (Immanuel Kant:”Gefühle – Gefühlsphilosophie” IV 154 f.).

    Ich bin aber auch noch bei einem anderen “Miesepeter” (verzeihen Sie die Despektierlichkeit) noch einmal nachgeschaut, bei Herrn Schopenhauer, wie er es mit dem Thema “Genüsse”, den “Schmerzen” und dem “Glück” so gehalten hat und habe dieses Zitat gefunden:

    “Die Genüsse sind und bleiben negativ. Daß sie beglücken, ist ein Wahn, den der Neid zu seiner eigenen Strafe hegt. Die Schmerzen hingegen werden positiv empfunden. Daher ist ihre Abwesenheit der Maßstab des Lebensglückes. Kommt zu einem schmerzlosen Zustand noch die Abwesenheit der Langeweile, so ist das irdische Glück im wesentlichen erreicht.” (Aphorismen zur Lebensweisheit V, 1)

    Aber genau das wollte ich doch mit meinem kleinen Essay zur “Glückseligkeit” und dem falsch-verstandenen Hedonismus des Epikurs zum Ausdruck bringen. Da bin ich auch ganz bei Schopenhauer, die Genüsse an sich sind bedeutungslos, wenn nicht sogar im inflationären Sinne negativ. Dies hat Epikur übrigens ebenso gesehen. Und die Abwesenheit von Schmerzen und schlechten Dingen hat Schopenhauer und Epikur aus meiner Sicht gleich gesehen, sie waren ja schließlich keine Masochisten ;-). Das Glück ist eher intrinsisch gemeint:

    “Das Glück gehört denen, die sich selber genügen; denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, mißlich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.” (Aphorismen zur Lebensweisheit II)

    Also geben Sie Epikurs Hedonismus doch vielleicht noch einmal eine Chance und Sie werden sehen, dass er gar nicht so weit von einem asketischen Leben aber mit Genuss entfernt war. Wie man demzufolge richtig genießt, habe ich in einem weiteren Essay “Genusstraining” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/03/genusstraining/) einmal versucht zu beschreiben, den ich Ihnen bei Interesse gerne offerieren möchte.

    Viele Grüße
    philosophies.de”

  19. Dear Mr. M. A.,

    thank you for accepting my article and for your interesting note, which I followed up again.

    I had heard before that Epicurus and Zeno were not necessarily friends and that both schools of philosophy were in competition with each other. The charge that Epicurus was only indulging in personal hedonism with his teaching was already made by the Stoa at that time.

    To defend and save the honor of the Epicurean attitude, I prefer to use Torquatos from Cicero’s “De finibus bonorum et malorum 1.32-33”: “But so that you can see through what this whole error of those who accuse pleasure and glorify pain comes from, I will explain the whole thing to you and explain what was said by that discoverer of truth and, so to speak, architect of the blissful life (= Epicurus): Nobody disdains, hates or avoids pleasure because it is pleasure, but because great pain overtakes those who do not understand how to strive for pleasure with reason. Nor is there anyone who loves pain in itself because it is pain, strives for it and wants to attain it, but because there are sometimes situations of the kind that one tries to gain high quality pleasure through exertion and pain. […] ”

    So you can “strive for pleasure with reason”, which is why I expressly added the Kantian quote, which deals with the same topic. So I think that maybe “living the best life” and “finding happiness” doesn’t have to be mutually exclusive.

    Thank you for your interest and
    best regards

  20. Dear Mr. M. A.,

    thank you again for your kind reference.

    I was hoping, however, that you would understand my approach to the rehabilitation of Epicureanism, or that at least an academic debate on the subject could take place. But unfortunately the positions seem too hardened and dualistic.

    I actually believe that Epicurus is wronged on this point if one accuses him only of selfish “seeking pleasure”. It is undisputed that the Epicureans’ goal in life is to achieve peace of mind. Peace of mind, however, can only be achieved if one is just and justice can only arise if one concludes contracts about not harming one another (cf. LS 22, A-D). In my opinion, the benefits of justice and the virtues associated with it are clearly emphasized. So, if one wants to follow this line of argument, one can also assume a certain degree of “concern for the well-being of the whole” or of society in Epicurism. Otherwise Epicurus would not have lived in a community.

    In my opinion, the two positions of “stoicism – epicureanism” are not that far apart; only the means to achieve the goal may differ. I would have liked to speak of a stoic Epicureanism in this sense. But if you give me the choice, then unfortunately I have to let Epicurus go first and leave your group: “Summum bonum esse animi concordiam.”

    Thank you for your interest and best regards
    philosophies.de

  21. Chère Mme M. L. S. P.,

    merci pour votre commentaire aimable et perspicace, avec lequel je ne peux qu’être d’accord.

    Malheureusement, je peux également constater le manque des grandes religions pour trouver des réponses aux problèmes actuels de nos «sociétés laïques». J’ai essayé de le décrire une fois dans un essai “Le Dieu de la science” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/23/der-gott-der-wissenschaften/), auquel je serais heureux pour le décrire aimerait se référer s’il est intéressé.

    Votre question “H.- pensez – vous que la mythologie judéo-chrétienne ait suplante la mythologie antique?” est très intéressant car je me suis posé cette question à plusieurs reprises. Je crois en fait que cela pourrait signifier une tentative de «renaissance» des idées humanistes des anciens philosophes grecs et romains, puisque les églises religieuses ont laissé ici un vide explicatif.

    Cependant, je vois aussi la fascination pour la mythologie un peu critique, car pour moi elle peut aussi être un symptôme de la «dialectique des Lumières». Quoi qu’il en soit, cela reste passionnant.

    Merci pour votre intérêt et meilleures salutations
    philosophies.de

  22. Chère Mme A. S.,

    merci pour votre aimable commentaire et votre question “Alors, le bonheur est-il l’absence de toute difficultés?”. Je voudrais essayer de vous répondre à ce sujet.

    À mon avis, ce n’est malheureusement pas possible. Malheureusement, la chance avec l’absence absolue de difficultés ne fonctionne pas. J’aurais aimé que ce soit différent, mais j’ai peur que ce n’est qu’en reconnaissant que la vie est aussi constituée de difficultés ou de souffrances que l’on puisse reconnaître / apprécier le bonheur. Malheureusement, le bonheur et la souffrance sont interdépendants. J’ai déjà essayé d’écrire quelques essais sur le thème de “l’éthique” (https://philosophies.de/index.php/category/ethik/), auxquels je voudrais vous référer.

    Merci pour votre intérêt et meilleures salutations
    philosophies.de

  23. Cher M. J. A.,

    merci beaucoup pour votre commentaire très intéressant, avec lequel je ne suis pas forcément d’accord, mais qui offre peut-être encore une fois l’occasion de corriger certaines choses dans la réponse.

    Dans certains endroits, cependant, je n’ai pas encore été en mesure de comprendre votre argument parce que vous avez émis des hypothèses sans autre preuve sur mes déclarations ou celles d’Épicure. J’essaierai, cependant, si je suis autorisé à entrer dans ceci aussi bien que possible dans ce qui suit.

    Votre demande: «Le bonheur est saisissable, il vous suffit de ne plus voir et penser à l’éthique.»

    Si oui, d’où tirez-vous votre certitude? Au contraire, pour postuler cette hypothèse, il faut à nouveau une éthique. Alors, comment pouvez-vous prouver quelque chose si vous l’excluez à l’avance?

    Votre demande: «L’épicurisme n’est pas une philosophie, puisque’il soustrait le personnage qui forme le dualisme.»

    Je n’ai pas bien compris pourquoi l’épicurisme n’était pas une philosophie. Mais je manque les preuves de cette déclaration. Pour ce faire, vous devez d’abord avoir examiné vos thèses plus en détail.

    Votre autre argument: «La pensée épicurienne ne peut-être populaire , parcequ’elle n’est pas libéralisée.»

    est également incorrect, car pour Épicure, l’être humain était au centre de sa philosophie et si le dualisme cartésien longtemps obsolète pouvait enfin être surmonté, tant mieux. J’ai déjà essayé d’expliquer cela dans de nombreux essais (par exemple https://philosophies.de/index.php/2021/03/31/der-paradigmenwechsel/) sur ce sujet, auquel je serais heureux de vous référer si vous sont intéressés aimeraient.

    Votre hypothèse: «C’est à partir de l’épicurisme, qu’on définit la note manquée. Le plaisir est le propre de l’homme.»

    C’est très gentil, car ici le malentendu de l’épicurisme redevient clair, car il est très souvent interprété à tort comme un hédonisme inutile. Épicure appartenait au groupe des atomistes, mais sa philosophie n’était pas aussi matérialiste qu’on pourrait le penser. Le plaisir a des traits plus minimalistes avec lui, que grâce à la retenue dans le propre, on peut à nouveau profiter des choses simples de la vie, comme l’eau ou le pain.

    Il ne s’agit pas seulement de rechercher le bonheur ou même de l’augmenter dans la vie. Pour cette raison, comme vous l’avez probablement aussi lu, je laisse parler Emmanuel Kant, qui ajoute également la souffrance comme complément dialectique au bonheur.

    Pour cette raison, vous vous trompez également si vous assimilez l’ataraxie à l’ivresse, car c’est un acte conscient d’accepter son destin et de l’accepter avec sérénité / calme (grec = “ataraxie”). Ici, d’ailleurs, l’épicurisme et le stoïcisme sont sur la même ligne avec leur approche.

    Votre référence: «Nous pensons toujours a des causes extérieures, pourtant, tout vient de nous.»

    mais c’est tout à fait correct, c’est pourquoi j’ai ajouté – comme je l’ai dit – la critique de Kant au déterminisme d’Épicure.

    Donc, comme vous pouvez le voir, nos points de vue ne sont pas si éloignés. Il suffit de donner une autre chance à l’épicurisme, de le lire et de l’interpréter correctement.

    Merci pour votre intérêt et meilleures salutations
    philosophies.de

  24. Cher M. J. A.,

    merci pour votre commentaire très perspicace, que j’ai lu avec beaucoup d’intérêt. J’ai repris vos remarques remarquables, car elles contenaient également des aspects très intéressants pour moi.

    Avec Épicure, il y a le problème fondamental, que vous connaissez probablement bien, qu’à part les 3 lettres, 2 théorèmes et quelques fragments, seules les reconstructions par des adeptes ultérieurs tels que Lucrèce, Horace et Cicéron ont survécu en tant que sources textuelles. Par conséquent, malheureusement, on est très souvent dépendant des interprétations de la littérature secondaire, comme le texte de Cyril Bailey dont vous avez parlé “Epicurus – Epicurus: The Extant Remains Oxford 1926”, que j’ai également relu:

    «And for this reason they have also unsurpassable speed of motion, since the movement of all their atoms is uniform, and besides nothing or very few things hinder their emission by collisions, whereas a body composed of many or infinite atoms is at once hindered by collisions. […] The flow of images preserves for a long time the position and order of the atoms in the solid body, though it is occasionally confused. Moreover compound idols are quickly formed in the air around, because it is not necessary for their substance to be filled in deep inside: and besides there are certain other methods in which existences of this sort are produced. For not one of these beliefs is contradicted by our sensations, if one looks to see in what way sensation will bring us the clear visions from external objects, and in what way again the corresponding sequence of qualities and movements.» (ibid., p. 25, paragraphes 47-48)

    Ici, bien sûr, votre référence justifiée à la recherche «à l’extérieur» en tant qu’idée atomistique chez Épicure prend tout son sens. Pour Épicure, le monde n’était composé que d’atomes qui pouvaient changer leurs positions et leurs connexions. Les atomes sont restés inchangés. A cet égard, vous auriez bien sûr raison de dire que le terrestre ici et maintenant en tant que dimension temporelle représente naturellement aussi un aspect de l’épicurisme, que l’on retrouvera plus tard dans le «Carpe Diem!» horatien reflète.

    Vous avez écrit: «Lsisdons un peu parler C. Bailey apropos d’Epicure : Il notait dans son édition , que l’idée générale épicurienne en est claire , mais que l’expression est d’une obscurité inhabituelle . Quel euphémisme ! Cependant ,l’ideegrnerale en réalité est loin d’être transparente , et les autres textes relatifs a la question ne font que renforcer cette impression . La conception épicurienne du temps pose de sérieux problèmes , En analysant le temps par la sensibilité et non par la connaissance.»

    Malheureusement, je ne peux pas être d’accord avec cela, car à partir de vos commentaires sur la «Lettre à Hérodote d’Epicure» mentionnée ci-dessus, je fais référence à l’approche moderne de notre «rythme rapide» actuel et à la peur constante de «perdre du temps» en tant que «vanité récurrente» motif ont interprété. Malheureusement, en analysant de plus près le texte, je n’ai pas pu trouver de telles interprétations possibles, mais plutôt le contraire:

    «Moreover, you must firmly grasp this point as well; we 3. Time is not must not look for time, as we do for all other things which by concept, we look for in an object, by referring them to the general as are con- conceptions which we perceive in our own minds, but we must take the direct intuition, in accordance with which we but is a special speak of ‘a long time’ or ‘a short time’, and examine it, applying our intuition to time as we do to other things. Neither must we search for expressions as likely to be better, but employ just those which are in common use about it. Nor again must we predicate of time anything else as having the same essential nature as this special perception, as some people do, but we must turn our thoughts particularly to that only with which we associate […] » (ibid., P. 43, paragraphe 72).

    Dans mon prochain essai, “Glücksmomente” (https://philosophies.de/index.php/2020/09/04/gluecksmomente/), je voudrais vous référer à la dimension temporelle du bonheur comme le feraient des “moments de bonheur” aimer.

    Merci pour votre intérêt et meilleures salutations
    philosophies.de

  25. Cher M. J. A.,

    merci beaucoup pour vos paroles très aimables et votre commentaire extrêmement remarquable, qui parle beaucoup de vérité et de sagesse et auquel j’ai beaucoup réfléchi.

    J’ai été heureux de voler avec vous à votre “envole dans l’imaginaire” et je ne peux que confirmer et soutenir vos pensées que vous exprimez ici sur le bonheur.

    Dans votre exemple bien choisi avec le Menon de Platon, son concept Arete de vertu / capacité est très bien représenté. Avec Platon, il est basé sur son «hypothèse d’anamnèse» et à cet égard ne peut pas être une connaissance a priori, mais doit être appris pour quelle éthique (par exemple épicurisme / stoïcisme) est requise.

    A cet égard, vous avez bien sûr raison de dire que la plupart des gens font l’erreur de “matérialiser le bonheur”. Cependant, le bonheur ne peut être vu que comme un état intrinsèque qui ne peut être atteint par des manipulations extrinsèques. Au contraire, plus nous essayons de forcer et d’intensifier le bonheur, plus il nous échappe car il devient sans valeur et inflationniste.

    Si je peux l’exprimer au sens figuré pour une fois. Le bonheur est comme un papillon, dont nous pouvons brièvement profiter de la beauté délicate quand il passe. Mais si nous essayons de l’attraper et de le tenir, il se brise entre nos mains.

    C’est pourquoi j’ai ajouté la citation de Kant à mon essai car elle montre la complémentarité naturelle du bonheur et de la souffrance et leur équilibre. En conclusion, je voudrais cependant ajouter deux citations de Schopenhauer, qui a également traité de manière intensive ce sujet:

    «Les plaisirs sont et resteront négatifs. Qu’ils rendent heureux est une illusion qui envie les ports pour leur propre châtiment. La douleur, en revanche, est perçue positivement. Par conséquent, leur absence est la mesure du bonheur dans la vie. Si l’état indolore s’accompagne de l’absence d’ennui, alors le bonheur terrestre est essentiellement atteint. ” (Aphorismes pour la sagesse V, 1)

    «Le bonheur appartient à ceux qui sont autonomes; car toutes les sources extérieures de bonheur et de jouissance sont, de par leur nature, très peu sûres, ennuyeuses, périssables et sujettes au hasard. ” (Aphorismes pour la sagesse II)

    Alors donnez peut-être une chance de plus à l’hédonisme d’Épicure et vous verrez que ce n’était pas si éloigné d’une vie ascétique – mais avec plaisir. Comment profiter correctement, j’ai essayé de décrire dans un autre essai «Genusstraining» (https://philosophies.de/index.php/2020/09/03/genusstraining/), que je serais heureux de vous remettre si vous êtes intéressé veulent offrir.

    Je vous souhaite bonne chance et bonne chance dans votre vie.

    Meilleures salutations
    philosophies.de

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